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Futurum Skola und IT - Gymnasiet Kista in Schweden

Die Futurum Skola in Balsta und das IT-Gymnasiet in Kista sind zwei schwedische Schulen, die sowohl führ ihre räumliche als auch für ihre technische Ausstattung viele neue Erkenntnisse für das Projekt Freie Lernorte liefern konnten.


 Futurum Schule; (c) Hans Ahlenius

Die Futurum Skola ist mittlerweile nicht nur für schwedische Schulen zum Vorbild geworden, sondern stößt auch international auf ein hohes Interesse. Lernen ohne Klassenzimmer? Altersgemischte Arbeitsgruppen statt Schulklassen? Individuelle Arbeitspläne für jeden Schüler? Wie das funktioniert wollen wir vor Ort mit eigenen Augen sehen. 

Flexibilität ist die Antwort

Flexible Raumgestaltung
(c) Ahlenius
Im Jahre 1997 waren umfangreiche Renovierungsmaßnahmen an der Schule notwendig geworden. Diese Chance der räumlichen Veränderung nahmen die Lehrkräfte der Futurum Skola zum Anlass, ihr pädagogisches Konzept zu überdenken und dementsprechend den Umbau der Schule anzupassen.

Start der Überlegungen war die Ausgangsfrage: Wie lässt sich Schule so organisieren, dass sie effektiver wird und gleichzeitig die Qualität des Unterrichts erhöht wird? Die Futurum Schule fand ihre Antwort auf dieses Problem im Schlüsselbegriff Flexibilität: flexible Gestaltung des eigenen Lernprozesses, flexibel nutzbare Räume, variable Möblierung, flexible Zeitfenster und individuelle Stundenpläne.

Sechs kleine Schulen machen eine Große

Die Futurum Skola hat insgesamt 12000 qm Nutzfläche, die den 984 Schülerinnen und Schülern und 108
(c) Ahlenius
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Lehrkräfte zur Verfügung stehen.Die Schülerinnen und Schüler sind in der Futurum Schule nicht mehr Klassen zugeordnet, sondern gehören einem der sechs Arbeitsteams an. Diese Arbeitseinheiten sind altersgemischt, ihnen gehören Schüler und Schülerinnen von der Vorschule bis zur 10. Klasse an.

Für jeden Schüler wird ein individueller Stundenplan gemäß seiner Fähigkeiten und Eignungen entwickelt. In den Kernfächern erhalten die Schülerinnen und Schüler in kleinen altershomogenen Gruppen Unterricht, es bleibt jedoch viel Raum für eine flexible und individuelle Arbeitszeiteinteilung sowie für altersgemischte Projektarbeit in natur- und sozialwissenschaftlichen Fächern. Den Schülerinnen und Schülern steht es frei, wann sie Ihren Arbeitstag beginnen und wann sie ihn beenden. Jeder Tag beginnt und endet für die älteren Kindern mit einer flexibel gestaltbaren Arbeitseinheit, so dass die Kinder  selbst entscheiden können, ob sie lieber früh kommen oder später nach Hause gehen möchten. Für die jüngern Kinder besteht vor und nach der Schule die Möglichkeit, den integrierten Hort zu besuchen.

Jedem Arbeitsteam steht ein großer Gruppenraum von cirka 240 qm und mehrere kleine Arbeitsräume zur Verfügung. Alle Räume  haben Glaswände und machen die Schule transparent. Die Möblierung ist variabel nutzbar, der Arbeitsplatz frei wählbar. Jedes Kind hat einen persönlichen Rollcontainer für seine Arbeitsmaterialien. Computerarbeitsplätze sind ebenso vorhanden, wie gemütliche Leseecken. Und jeder große Gruppenraum verfügt über eine eigene Bühne, denn der Präsentation von Ergebnissen – egal ob Arbeitsergebmnisse, Bühnenstücke oder musikalische Darbietungen - wird in Futurum eine große Rolle beigemessen.
 
Notebooks für alle: das IT-Gymnasium Kista

Notebooks für alle
Ein Spezialprogramm bietet das IT Gymnasiet Kista in Sundbyrg/ Stockholm an, das wir an unserem zweiten Tag besuchen. Das Gymnsaium hat mit diesem Schwerpunkt auf die Nachfrage der ortsansässigen Wirtschaft (Mobilfunk-  und Computerindustrie) reagiert.

An dem Gymnasium erhält jeder Schüler/jede Schülerin ein eigenes Notebook, das im Unterricht und zu Hause genutzt werden kann. Am Ende der Schullaufbahn haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Notebooks für einen geringen Betrag zu erwerben.

Schülermitbestimmung ist ein fester Bestandteil von Schwedens Schulen. In dem besuchten Gymnasium prägt die Schülerschaft entscheidend das schulische Angebot. So wurde beispielsweise auf ihren Wunsch das Fach Japanisch in das Lehrangebot aufgenommen. Die Schülerinnen und Schüler der höheren Klassen haben auch ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Computer, die für die neuen Jahrgänge angeschafft werden. Außerdem sind Schülervertreter sind bei Lehrereinstellungsgesprächen anwesend und dürfen ihre Meinung abgeben. An dem Gymnasium läuft - wie wohl bei allen schwedischen Schulen - die gesamte Schülerverwaltung über ein Intranet.

Weitere Kooperationen geplant

Die Futurum Skola steht dem Projekt Freie Lernorte als beratende Schulen zur Verfügung. Der für die Informationstechnologie zuständige Lehrer Hans Ahlenius der Futurum Skola ist Referent und Berater während mehrerer Erfahrungsaustauschtreffen.
Weitere Kooperationen mit beiden Schulen sind geplant.


Futurum Schule in Balsta, Schweden

IT Gymnasiet Kista-Rissne, Sundbyberg, Schweden


 

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