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Freie Lernorte: Schule an der Grambker Heerstraße, Bremen

Das Konzept der Freien Lernorte konnte die Schule an der Grambker Heerstraße in Bremen umsetzen:
Sie hat ihre Flure als Freiarbeitsplätze umgestaltet und in einem Neubau eine Medienbibliothek errichtet. Marianne Hausmann, Lehrerin und Ansprechpartnerin im Projekt Freie Lernorte berichtet:

Pädagogisches Konzept

Seit dem Schuljahr 1993/94 haben wir jahrgangsübergreifende Gruppen und sind seit 2001 eine 6-jährige Grundschule. Im Jahr 2003/04 nahmen wir den Betrieb als Ganztagsschule auf.
Die Altersmischung der jahrgangsübergreifenden Gruppen erforderte eine Ausrichtung der Lerninhalte am einzelnen Kind, der Unterricht wurde stark individualisiert. Die Schüler arbeiten mit fächerübergreifenden Wochenplänen, in die sie selbst eintragen, woran sie gerade arbeiten.
Flure werden Arbeitsplätze

Freie Lernorte im Altbau

Mit der Öffnung des Unterrichts ging eine Öffnung des Lernraumes einher. Für die schmalen Flure ließen wir Tische anfertigen, darüber wurden Lampen angebracht. Hierhin konnten Kinder ausweichen, wenn der Klassenraum für die vielfältigen Aktivitäten, die jetzt nebeneinander herliefen, nicht genügend Platz bot.

 

Freie Lernorte im Neubau
 
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Für die Ganztagsschule erhielten wir ein neues Gebäude, zwei alte Pavillons wurden abgerissen. Der Grundriss des Neubaus wurde mit dem Architekten so abgesprochen, dass durch Verkleinerung der Klassenraumgröße je drei Klassen einen gemeinsamen Lernflur erhielten. Außerdem gehörte zu jeder Klasse ein kleiner Differenzierungsraum. Der Umzug in den Neubau erfolgte im Sommer 2005. Der Neubau wurde teilweise mit flexiblenTischen ausgestattet, die bei Bedarf schnell umgruppiert oder gestapelt werden können

 

Freie Lernorte in der Bücherei

Die Bücherei

Im Übergangsbereich zwischen Alt- und Neubau konnten wir eine Bücherei einrichten. Seit Anfang Februar 2006 wird sie von Eltern und einer ehemaligen Kollegin betrieben und während der Öffnungszeiten oder z. B. im Rahmen von Lesewochen als Freier Lernort genutzt. Die Flure und ihre Einrichtung befinden sich noch in der Erprobungsphase. Sie werden vielfältig genutzt, u. a. finden dort Arbeit an den PCs, Partner- und Gruppenarbeit, Proben für Aufführungen, Kreisgespräche, Lesen, Förderunterricht und Arbeitsgemeinschaften statt. Die Schüler haben die Freien Lernorte sehr gut angenommen. Sie fühlen sich dort wohl, und es macht ihnen Spaß, die Lernumgebung mitzugestalten.

 

Fazit
Die Individualisierung des Lernens hat zur Entwicklung Freier Lernorte geführt. Die gezielte Gestaltung Freier Lernorte fördert die Motivation der Kinder und das Gelingen von selbstgesteuerten Lernprozessen. Insofern sind die Freien Lernorte ein wichtiger unterstützender Faktor bei der Umsetzung von jahrgangs- und fächerübergreifendem Unterricht, der von den Interessen und Fähigkeiten der einzelnen Schüler ausgeht.


 

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