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Empfehlungen

Einleitung  Pädagogische Aspekte  Aspekt Technik  Aspekt Fortbildungen


Im Schuljahr 2003/2004 begleitete Schulen ans Netz e. V. 27 Ganztagsschulen unter dem Blickwinkel des Einsatzes von Medien im Unterricht und im Schulleben. Ziel war es, neben dem Erfahrungs-austausch über die Ländergrenzen und Schulformen hinweg ein Bild davon zu gewinnen, wie Medienarbeit an Ganztagsschulen aussieht und exemplarisch Best-Practice-Beispiele herauszufinden, die Grundlage für Empfehlungen zur Medienarbeit an Ganztagsschulen bilden konnten. Hier erhalten sie die gesamte Dokumentation des Projektes "
Begleitung von Ganztagsschulen"

Einleitung

Das Ganztagsschulprogramm der Bundesregierung wird die Reform von Schule ein gewaltiges Stück voranbringen. In diesem Prozess spielen die neuen Medien eine besondere Rolle. Ganztagsschulen mit ihren offenen Unterrichtsformen, ihrer Projekt- und Themenorientierung, mit der Verbindung von Unterricht und Freizeit bieten neue Möglichkeiten der individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen und neue Formen des Lernens, die besonders für den Medieneinsatz prädestiniert sind. Umgekehrt gilt: Neue Medien erleichtern die Verzahnung von unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Aktivitäten und ermöglichen einen kontinuierlicheren Lernprozess, da sie u. a. geeignet sind, die verschiedenen Lernorte und natürlich auch die am Lernprozess beteiligten Menschen miteinander zu vernetzen bzw. zu verbinden.
Die folgenden Empfehlungen basieren auf konkreten Erfahrungen aus der Schulpraxis.

Grundlegende Empfehlung: Fortlaufende Arbeit am Medienkonzept

Die Potenziale der neuen Medien werden nicht durch den bloßen Einsatz im Unterricht abgerufen, sondern es bedarf eines begründeten didaktischen Konzeptes. Gerade die Ganztagsschule bietet die Möglichkeit, ein wirklich umfassendes Medienkonzept zu verwirklichen und allen Aspekten des Erwerbs von Medienkompetenz von heranwachsenden zu berücksichtigen. Ausgehend vom didaktischen Konzept, das den Ausgangspunkt und zentralen Baustein, sozusagen das „Herzstück“ darstellt, umfasst ein systematisches Medienkonzept technische, organisatorische und personelle Aspekte. Es sollte ganzheitlich im Team professionell - mit der notwendigen außerschulischen Unterstützung - konzipiert, systematisch umgesetzt und um ein nachhaltiges Fortbildungskonzept ergänzt werden.
Das Medienkonzept bedarf dabei der ständigen Überprüfung und Fortschreibung. Es legt den groben Rahmen fest, initiiert also einen Prozess, der sich an den von Schuljahr zu Schuljahr fortschreitenden schulinternen und -externen Erfahrungen und dem jeweiligen Stand der Technik neu orientiert.
Der Schulleitung kommt als Motor des Prozesses eine herausragende Bedeutung zu. Das im Team mit klaren Verantwortlichkeiten zu erstellende Medienkonzept muss auf die konkrete Situation an der eigenen Schule (bauliche Situation, Finanzen, Ausstattung – auch technische -, Grad der Qualifizierung, Personal, Fortbildung) hin ausgerichtet sein. Empfohlen wird von Schulpraktikern die Orientierung an Schulmodellen, die man für die eigene Schule als beispielhaft erachtet sowie, „erfahrene“ Schulen beratend hinzuzuziehen. Bei der Entwicklung des Medienkonzeptes müssen alle an Schule Beteiligten (Lehrpersonal, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern) einbezogen werden; nicht unterschätzt werden darf dabei, wie wichtig ein offener, aktiv geführter Kommunikationsprozess sowie eine Übertragung von Verantwortung sind, um Akzeptanz und Engagement von vielen, möglichst allen Beteiligten zu erreichen.

Ein Projekt von Schulen ans Netz e.V.