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Aspekt Fortbildung
Einleitung Pädagogische Aspekte Aspekt Technik Aspekt Fortbildung
Fortbildung kann als Prozess aufgefasst werden, der sich im Spannungsfeld von allgemeiner Didaktik, Fachdidaktik, technischer Anwendungskompetenz / allgemeiner Medienkompetenz und Lerninhalten abspielt. Fortbildung zum Medieneinsatz an Ganztagsschulen darf nicht isoliert angegangen werden, sondern muss in Verbindung mit der allgemeinen, curricularen didaktisch-methodischen Fortbildung betrachtet werden. Prozesse der Schulentwicklung und Teamentwicklung können unter dem Aspekt eines erweiterten Medieneinsatzes an Ganztagsschulen auch im Bereich der Fortbildung nicht außen vor bleiben. Im Bereich der Arbeit mit (digitalen) Medien an Ganztagsschulen muss die Medienkonzept(weiter-)entwicklung im Hinblick auf eine Anpassung bzw. Optimierung auf die veränderten Bedarfe als eine schulweite, breit verankerte Aufgabe verstanden werden.
Unsere Empfehlungen im Einzelnen:
Zielgruppe erweitern Medienarbeit in Ganztagsschulen betrifft einen erweiterten Kreis pädagogisch arbeitender Personen – daraus folgt, dass die Zielgruppe für Fortbildungen ebenfalls eine erweiterte sein muss. Insbesondere betrifft dies die in der Schulsozialarbeit tätigen Kolleginnen und Kollegen.
Sozialraumorientierte Fortbildungen, Vernetzung Aus dem vorgenannten Punkt lässt sich ableiten, dass im Rahmen der Öffnung von Ganztagsschule die Einbeziehung des Schulumfeldes aber auch beispielsweise vorhandener Schülerkompetenz insbesondere auch im Rahmen von Fortbildung zu berücksichtigen ist. Hier ist zu empfehlen, bereits bestehende Vernetzungsmöglichkeiten (zum Beispiel Austausch über gemeinsame Plattform) zu nutzen um die Möglichkeiten des gemeinsamen Arbeitens über die einzelnen Bereiche hinweg zu vereinfachen.
Vorhandenes Know-how nutzen Das allgemeine Angebot zur Unterstützung von Schulen im Umwandlungsprozess zu Ganztagsschulen erweitert sich stetig. Daraus ergeben sich auch für den Bereich der Fortbildung zusätzliche Möglichkeiten, die nicht ungenutzt bleiben dürfen.
Priorität für bedarfsorientierte schulinterne Fortbildungen Die Arbeit mit neuen Medien und die Integration dieser in das ganztägige Lernen erfolgt aus einer pädagogischen Motivation heraus. Fortbildungen zur (Medien-) Arbeit im Bereich Ganztagsschule erfordern die Verstärkung gemeinsamer Team-Prozesse. Inhaltlich sollten sich Fortbildungen am individuellen Bedarf möglichst kleiner Einheiten orientieren (Idee: 20-Minuten-Fortbildungen). Eine besondere Unterstützung bei der Feststellung des Fortbildungsbedarfs zur Integration neuer Medien in das ganztägige Lernen ist notwendig. Die bestehenden Fortbildungsangebote sollten dahingehend ausgebaut werden und es gilt sie sinnvoll in die jeweiligen Fortbildungskonzepte der Schulen zu integrieren.
Veränderte Fortbildungsdidaktik/Methodik Offene Arbeitsformen lassen sich mit dem Einsatz von (digitalen) Medien besser realisieren (vgl. pädagogische Empfehlungen). Die Öffnung von Unterricht mit dem Ziel das selbstständige Lernen zu fördern muss sich auch in der Fortbildung selbst widerspiegeln.
„Mehr Zeit“ nutzen „Mehr Zeit zum lernen“, dies gilt auch für die Pädagoginnen und Pädagogen an Ganztagsschulen. Medienarbeit an Ganztagsschulen führt zu einem zusätzlichen Fortbildungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf ein deutlich erweitertes thematisches Spektrum.
„Mehr Raum“ nutzen Um neue Medien sinnvoll im Unterricht einsetzen zu können, müssen sich die Zugänge dort befinden, wo Unterricht stattfindet. Das sind zum einen die Klassenräume, zum anderen entsprechend ausgestattete offene Lernräume wie Schulbibliotheken, Schulstationen, Medienecken und nicht zuletzt auch Computerräume. Letztere eigenen sich aufgrund meist in Klassenstärke vorhandener Gerätezahl für Fortbildungen kleiner Teams oder eines ganzen Kollegiums. Damit kommt ihnen in Bezug auf Fortbildungsveranstaltungen eine zusätzliche Bedeutung zu. Ganztagsschulen müssen aber den dort arbeitenden Pädagoginnen und Pädagogen auch geeigneten Raum (zum Beispiel vernetzte Lehrerarbeitsplätze) zur Verfügung stellen, um jederzeit die inhaltliche Vertiefung dessen, was in Fortbildung vermittelt wird, sowie eine daraus resultierende mediengerechte Unterrichtsplanung zu ermöglichen.
Nachhaltigkeit sichern Medieneinsatz in Ganztagsschulen erfordert, aufgrund des erweiterten Kreises aller beteiligten Stellen, eine verstärkte Fokussierung auf die Nachhaltigkeit von Fortbildungskonzepten. Dieses macht (im Rahmen eines systematischen Fortbildungsmanagements) die Evaluation von Fortbildung selbst und die Reflexion bezüglich der Umsetzung der Ergebnisse und der Übertragung dieser in die Praxis erforderlich. Als ein Instrument dafür kann der Einsatz einer schulischen Steuerungsgruppe in Frage kommen.
E-Learning zur Ergänzung nutzen Reine onlinebasierte Kurse (teleteaching) eignen sich im Rahmen der Fortbildung mit Schwerpunkt auf den Medieneinsatz in der Ganztagsschule als Zusatzangebot für Pädagoginnen und Pädagogen zur selbstständigen Erarbeitung von medienpädagogischen Inhalten und/oder zum Beispiel didaktischen Werkzeugen im Netz. Hier muss die Gruppe der Nutzungsberechtigten für solche Angebote erweitert werden (siehe oben).
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