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Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung
Das Projekt Freie Lernorte wurde durch eine formative Evaluation wissenschaftlich begleitet. Ein Ziel der Begleitung war die Hinweise über den Mehrwert Freier Lernorte für Schul- und Unterrichtsentwicklung zu erhalten und erste Gelingensbedingungen für ihre erfolgreiche Integration zu ermitteln. Hier einige Auszüge aus den Ergebnissen, den ausführlichen Ergebnis bericht finden Sie hier
Ausgangsituation
Freie Lernorte sind so konzipiert, dass Lehrkräfte eine Ausgangsituation vorfinden, die es ihnen ermöglicht, ihren Unterricht abwechslungsreich und differenziert zu arrangieren. Sie schaffen eine Ausgangsbasis für eine Pädagogik der Vielfalt, in der Schülerinnen und Schüler ihren Begabungen gemäß individuell gefördert und gefordert werden können und soziales Lernen über verschiedene Altersgruppen hinweg möglich wird.
Freie Lernorte ermöglichen Flexibilität
Durch flexible Nutzungsmöglichkeiten und eine variable Möblierung sind Freie Lernorte offen für unterschiedliche Lern-, Lehr- und Arbeitsformen. Verschiedenste Medien und Materialien bieten vielfältige Lernanreize. Schülerinnen und Schüler haben durch den Medienmix, durch die flexibel gestaltbare Raumausstattung und durch den freien Zugang zu Räumen und Medien verstärkt die Möglichkeit, ihren Lernprozess nach ihren Bedürfnissen zu gestalten und unterschiedliche Formen des sozialen Lernens zu nutzen. Ob Einzel- oder Gruppenarbeit, Recherchetätigkeiten oder Präsentationen von Arbeitsergebnissen: Freie Lernorte sind schnell für den jeweiligen Bedarf umgestaltet. Dies bedingt auch eine stärkere Fokussierung des Unterrichts auf offene Unterrichtsformen und fächerübergreifende Projektarbeit.
Vielfältige Lernanreize schaffen
Durch die ständige Verfügbarkeit und die mögliche Verzahnung unterschiedlichster Medien an Freien Lernorten kann das Potenzial traditioneller und neuer Medien für eine neue Lehr- und Lernkultur weiter entfaltet werden. Freie Lernorte bieten vielfältige Lernanreize und tragen so auch den Bedürfnissen unterschiedlicher Zielgruppen Rechnung. Lernen kann dadurch differenzierter und individualisierter stattfinden. Durch den Medienmix wird Lernen mit verschiedenen Sinnen wird ermöglicht, so dass der visuelle, der auditive und der haptische Typ gleichermaßen berücksichtigt werden.
Freie Lernorte und Schulentwichlung
Freie Lernorte haben Einfluss auf die gesamte Entwicklung einer Schule, und setzen die Diskussionen bezüglich des pädagogischen Selbstverständnisses und eingefahrener Handlungs- bzw. Organisationsmuster in Gang. Lehrkräfte benötigen bedarfsorientierte Fortbildungen, die sie beim Einsatz verschiedener Medien unterstützen und Schwellenängste abbauen. Hilfreich können im Einzelfall auch Kooperationspartner sein, die in das Schulleben integriert werden und die eine Öffnung der Freien Lernorte während des gesamten Tages ermöglichen. Um die Möglichkeiten Freier Lernorte und der dort vorhandenen Medien zielgerichtet zu nutzen, bedarf es einer Verstärkung offener Unterrichtsformen wie etwa der Projektarbeit. Dafür müssen beispielsweise im Schulalltag Zeitfenster geschaffen werden, in denen Lernen und Arbeiten an Freien Lernorte stattfinden kann. Fachbezogener Unterricht wird ergänzt durch verstärktes fächerübergreifendes Arbeiten. Lehrkräfte müssen wesentlich stärker im Team arbeiten.
Perspektiven
Eins zeigt das Projekt deutlich: Haben die Schulen einmal angefangen, sich mit dem Thema Freie Lernorte auseinanderzusetzen und diese in den Schulalltag zu integrieren, wird schnell klar, der Mehrwert ist hoch, der Bedarf ist groß. Es können Tendenzen entstehen, die ganze Schule zu einem Freien Lernort umzurüsten:
„Selbstverantwortliches Lernen der Schüler, differenziertes Arbeiten mit Klassen, Wochen- und Themenplanarbeit werden durch Freie Lernorte erst ermöglicht.Die Möglichkeiten, die wir geschaffen haben, werden zunehmend von den Kolleginnen und Kollegen genutzt. Problem: Wenn zuviel Kollegen die Angebote der Freien Lernorte nutzen, bricht das System zusammen, da sich mehr Schülerinnen und Schüler an den Freien Lernorten als in den Klassen aufhalten. Durch die Freien Lernorte wird aber auch die Diskussion über die totale Öffnung der Schule angeregt (dazu das Beispiel von Nena, die in Hamburg die „Neue Schule“ initiiert hat, oder die schwedischen Beispiele“ (Zitat eines Projektteilnehmers)
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